Johannes Rau
Bundespräsident

Kunst und Kultur sind nicht wie die Sahne auf dem Kuchen, die man dazu nimmt, wenn es einem gut geht, sondern sie sind die Hefe im Teig. Wer diese Hefe nicht in den Teig tut, der bekommt Steine statt Brot.

Ich wünsche mir eine Gesellschaft, die nicht nur nach der Karriere greift, die nicht nur fragt, mit wem kann ich fusionieren, wo ist die nächste Globalisiereungschance, sondern: "Was gibt meinem persönlichen Leben Wert und Gehalt?", und die dabei entdeckt, dass Musik kein unnützes Geräusch ist, sondern die einzige Sprache, die ohne Übersetzung international ist. 

Ich wünsche mir noch mehr junge Menschen, die sich selber messen am Werk großer Meister und die dadurch unsere Gesellschaft menschlicher machen. 

Grußwort anlässlich des Bundeswettbewerbs
"Jugend musiziert" am 15. Juni 2000 in Berlin

 

 

Theodor Heuss
1. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

"Man kann mit Politik keine Kultur machen.
Aber vielleicht mit Kultur Politik."

 

 

Christine Bergmann
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die fast 1000 kommunalen Musikschulen mit über einer Million Schülerinnen und Schülern leisten viel dafür, Musik im öffentlichen Leben hörbar werden zu lassen.

Ziel müsste es sein, die Unterrichtung unserer Kinder in den Schönen Künsten, vor allem in der Musik, mindestens genauso ernst zu nehmen wie die Unterrichtung in Mathematik, Informatik oder in den naturwissenschaftlichen Fächern. 

Ansprache zur Verleihung des Medienpreises LEOPOLD
am 11. Juni 1999 in Köln

Zu allererst macht Musizieren viel Spaß. Doch junge Menschen lernen beim Musizieren auch Schlüsselqualifikationen, die sie für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben benötigen.

Zur Preisverleihung des Bundeswettbewerbs
"Jugend musiziert" am 15. Juni 2000 in Berlin

Kultur ist keine Zutat, nicht das Sahnehäubchen, sondern der Sauerstoff, auf den wir alle angewiesen sind. ... Bildung ist heute die entscheidende Ressource für die Lebenschancen junger Menschen.

Beim Fachkongress "Lebenskunst" der BKJ
20.-22.10.2000 in Remscheid

 

 

Otto Schily
Bundesminister des Innern

Wer Musikschulen schließt, gefährdet die Innere Sicherheit. 

Antrittsrede vor dem Deutschen Bundestag 28.10.1998

"Man sollte das so ernst nehmen, wie es gemeint war." 
Frankfurter Allgemeine Zeitung 02.11.1998

 

Wie sollen Jugendliche die Regeln unserer Gesellschaft akzeptieren lernen, wenn ihnen die Gesellschaft weder eine verlässliche Perspektive in Form von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen noch genügend Kultur- und Freizeiteinrichtungen gewährt? Hier für Abhilfe zu sorgen, ist jeder Anstrengung wert, ...
Ich unterstreiche an dieser Stelle noch einmal, dass nach meinem Verständnis auch die Kultur eines Landes eine zentrale Bedeutung im Sinne von Prävention, zur Verhinderung von Fehlentwicklungen Jugendlicher hat. 
Ich wiederhole sehr bewusst meinen Satz: "Wer Musikschulen schließt, schadet der Inneren Sicherheit."
Ich freue mich, dass dieser Satz auch den Beifall der Opposition gefunden hat.

Aussprache zur Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag 12.11.1998

 

Ich meine ganz ernsthaft: Wer Musikschulen schließt, versündigt sich an der Inneren Sicherheit. Wenn Kinder nur intellektuell, nicht aber auch musisch gefördert werden, entstehen charakterliche Deformationen, die sich auch als Gewalt äußern.

Interview im "Weser-Kurier" 18.09.1999

 

 

Josef Deimer
Oberbürgermeister der Stadt Landshut
Mitglied im Präsidium des Deutschen Städtetages

Eine Stadt, die etwas auf sich hält, kann heute bei den Sing- und Musikschulen nicht mehr von freiwilligen Leistungen sprechen, die man gnädigerweise gibt. Eine Stadt, die etwas auf sich hält, die ein kultureller Mittelpunkt sein will, muss eine Musikschule haben. 

Die Kommunen verstehen die Mittelbereitstellung für Musikschulen in der Praxis als eine verpflichtende Aufgabe. 

Zitate in der Laudatio zur Verleihung der Carl-Orff-Medaille an Josef Deimer
beim 23. Bayerischen Musikschultag am 13.10.2000, Bad Wiessee


 

Isaac Stern
Geiger (1920-2000)

"Musik zivilisiert. Musik macht wachsam. Musik weckt die Fantasie. Sie tröstet dich, wenn du traurig bist, sie bringt dich zum Lachen, wenn du dir Sorgen machst, und sie macht deinen Kopf klar, wenn alles drunter und drübergeht. 

Wer Musik macht, lernt nicht zu hassen. Wer Musik macht, lernt zu hören, zuzuhören und zu denken."

Quelle: Süddeutsche Zeitung, 24.09.2001

 

 

Karl-Heinz Rummenigge
Fußballstar

Musikschulen tragen zur geistig-seelischen Gesundheit unserer Kinder und jungen Leute ebenso bei wie der Sport zu ihrer körperlichen Gesundheit. Hier wie dort entsteht ein soziales und humanes Klima, in dem Drogen keine Chance haben.

Grußbotschaft zum offiziellen Beitritt des VdM
zur Kampagne "Keine Macht den Drogen"
Musikschulkongress '95
Congress Center Hamburg

 

 

Prof. Jürgen Hubbert
Vorstand Daimler Chrysler AG

Qualität und Innovation – zwei Schlüsselbegriffe für unser Unternehmen, die wir auch in der musikalischen Bildungsarbeit der Musikschulen wiederfinden.

Mit der Dresdner Jugendinitiative "Alles Oper?" wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die musikalische Bildungsarbeit und Nachwuchsförderung der Musikschulen den Nährboden für unsere musikalische Spitzenkultur in Deutschland bereitet, wie sie durch die Dresdner Semperoper beispielhaft repräsentiert ist. 

zur Jugendinitiative "Alles Oper?"
Dresden, im April 2000

 

 

Dr. Michael Otto
Inhaber OTTO Versand Hamburg

[Dr. Michael Otto förderte den Neubau der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg mit einer Spende von 5,5 Millionen DM.]

Eine gute Investition. Die Jugend ist unsere Zukunft.

Gefragt ist eine Vielzahl von Eigenschaften: Selbständigkeit und Bindungsfähigkeit, Kreativität und Entscheidungsvermögen, Toleranz, Kultur- und Weltoffenheit. Aber auch ein In-Sich-Ruhen bei steigender Informationsflut und rasanten technischen Entwicklungen, das Unsicherheiten aushalten lässt und auch nach Misserfolgen neue Chancen suchen lässt.

Dass diese Lebenskompetenz entscheidend durch eine engagierte musikalische Bildung geprägt wird, ist unumstritten.

Ansprache aus Anlass des Richtfestes
Quelle: neue musikzeitung 3/2000

 

 

Alfred Neven DuMont
Verleger

Kunst und Kultur gehören zum Atem einer Gesellschaft. Wenn ihr die Luft ausgeht, entsteht Atemnot, und die Gesellschaft droht schließlich zu kollabieren. 

Wo die Kultur nicht atmet, wird die Luft dünn.

Interview in:
KulturTrip 7/2000
Internationale Kultur in NRW, S.4