Tasteninstrumente
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| Unterrichtsform:
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Dauer:
- wöchentlich 30, 45 oder 60 Minuten
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Unterrichtsorte:
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| Ergänzungsangebote:
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| Wenn von einem TASTENINSTRUMENT die Rede ist, denken die meisten an ein
Klavier. Es gibt jedoch noch andere Instrumente. die auch das gemeinsame äußere
Merkmal, die Tastatur haben. Vom Ursprung her gehören sie mit Ausnahme des
Akkordeons und der elektronischen Instrumente zu den Saiteninstrumenten.
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Vom 16.
Bis 18. Jhdt. war das CEMBALO
ein verbreitetes Tasteninstrument. Seine Saiten werden durch Betätigung der
Tastatur von Federkielen angezupft und so in Schwingungen versetzt. Nach dem
Anzupfen besteht kein Kontakt mehr zwischen Taste und Saite. Dadurch ist es
nicht möglich, die Lautstärke des Tons nachträglich zu variieren. Um trotzdem
klangliche Abwechslung zu erreichen, machte man es der Orgel gleich
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| und fügte
verschiedene Register und ein zweites Manual für das Pianospiel an. Ein
Lautenzug ermöglichte es, die Klangfarbe der Laute hervorzurufen. So wurde es
zu einem beliebten Solo-Instrument, das auch heute noch als Generalbaß-
Instrument in der Orchester- und Kammermusik eingesetzt wird.
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Der italienische Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori entwickelte
Anfang des l8. Jhdts. für das KLAVIER die erste Hammer-Mechanik, die die
Kiel-Mechanik des Cembalos verdrängte. Das Besondere ist: die Saite wird mit
Hilfe eines Hämmerchens angeschlagen, das dann sofort zurückschnellt. |
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| Je kräftiger
man anschlägt, desto lauter erklingt der Ton. Er läßt sich also durch die Art
des Anschlages beeinflussen, womit die Register überflüssig werden. Darum
nannte Cristofori es "Pianoforte" (d.h. leise-laut). Auf dem Weg von
seinem "Hammerklavier" zu unserem heutigen Klavier erfolgten
zahlreiche Verbesserungen und Erweiterungen der Mechanik.
U.a. bekam das Klavier 2 Pedale, das rechte für das Nachklingen des
Tones, das linke zur Verringerung der Klangstärke. Das Klavier wird in erster
Linie als Solo-Instrument benutzt (auch mit Orchesterbegleitung), häufig in der
Unterhaltungs-, Jazz- und Tanzmusik und vor allem in der Kammermusik.
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Mit "Königin der
Musikinstrumente" ist die ORGEL gemeint. Ihre Entstehungsgeschichte reicht
über 2000 Jahre zurück: im Orient erfunden, entwickelte sie sich im 7./8. Jhdt.
n. Chr. zum Kircheninstrument des Abendlandes und wird heute auch bei festlicher
Musik in den Konzertsälen gespielt. Die Orgel im Dom zu Passau kann
beispielsweise 16.000 Pfeifen aufweisen, die 10 cm klein oder 10 m groß sein können. |
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Wie ein Bläser besitzt auch die Orgel eine Lunge, Windlade genannt. Früher
wurde sie durch Treten eines Balges mit Luft gefüllt, heute erledigt dies ein
elektrisches Gebläse, um die Luft (Wind) den Pfeifen zuzuführen, wenn der
Spieler die Tasten herunterdrückt. Sie ist also eine Kombination von Tasten-
und Blasinstrument, das mit Händen & Füßen gespielt wird: 2 - 7
Tastenreihen für die Hände (Manuale) und 1 Tastenreihe für die Füße
(Pedale).
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| Das AKKORDEON kann als Verwandte der Orgel gelten, denn auch hier werden
die Töne mit Hilfe eines Blasebalges erzeugt, den der Spieler auseinanderzieht oder
zusammenpresst, um Luft anzusaugen oder ausströmen zu lassen. Drückt er
gleichzeitig eine Taste oder einen "Knopf", streicht die Luft über
eine feine Metallplatte (Zunge) und bringt sie in Schwingung: der Ton erklingt.
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Heute unterscheiden wir 2 Akkordeon-Typen: das Standardbass-Akkordeon aus dem
volkstümlichen Bereich, bei dem im linken Manual nur Baßtöne und Akkorde
gespielt werden können, und das Melodiebass-Akkordeon, das ein Melodiespiel mit
beiden Manualen ermöglicht und dem Akkordeon so einen Zugang in das heutige
Konzertleben eröffnet.
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Das 20. Jhdt. ist geprägt von der Entwicklung der ELEKTRONISCHEN
TASTENINSTRUMENTE (ETI). Darunter verstehen wir die E-ORGEL mit 2 Manualen und
Pedal - z.B. die weltberühmte Hammondorgel - sowie als einmanualige Instrumente
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das ELEKTRONISCHE KEYBOARD mit Begleitautomatik für die linke Hand, den
SYNTHESIZER mit der Möglichkeit, eigene Klänge zu kreieren und das DIGITALE
PIANO, das akustische Klaviere elektronisch nachbildet.
Die ersten ETI erzeugten ihre Klänge mit Transistoren, Generatoren und
Filtern. Heute finden wir Im Innern der ETI wie bei Computern -
Chips und Prozessoren. Mit Effekten wie Hall oder Rhythmen garniert
erklingen diese Instrumente über Lautsprecher oder Kopfhörer.
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