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Schlaginstrumente
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Dauer:
- wöchentlich 30, 45 oder 60 Minuten
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Unterrichtsorte:
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| Ergänzungsangebote:
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Die SCHLAGINSTRUMENTE sind im Grunde nichts anderes als der Ersatz für
das ursprüngliche Klatschen, Schlagen und Stampfen (das unsere Vorfahren schon
beherrschten). Daher werden sie verstärkt in der elementaren Musikerziehung
eingesetzt, denn sie haben eine äußerst motivierende Wirkung. Schon durch
einfaches Schlagen können Klang und Rhythmus erzeugt werden. Schlaginstrumente
sind jedoch nicht nur für Kinder reizvoll, denn das Spiel auf ihnen kann bis
zur absoluten
Virtuosität betrieben werden. Sie bieten auch für Solisten interessante
Aufgaben. Die ungeheure Vielfalt des Instrumentariums wird nach Spieltechnik und
Annwendungsbereichen in vier Hauptgruppen unterteilt: Trommeln & Pauken,
Drum-Set, Mallet-Instrumente, Percussion.
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| Typisch für die Schlaginstrumente ist
das Anschlagmaterial, die Schlegel. Form, Gewicht, Länge und Material sind maßgeblich
am Klang beteiligt. Außerdem kommt es darauf an, wie und wo man (an-)schlägt. |
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Die TROMMEL diente früher beim Militär als Signalinstrument, sorgte aber
auch beim Tanz für den richtigen Rhythmus. Sie besteht aus einem Zylinder, der
von beiden Seiten mit einem Fell bespannt ist. Die große Trommel wird im
Gegensatz zur kleinen Trommel von |
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der Seite geschlagen. Ihr Klang hat eine düstere,
unheimliche Wirkung. Die kleine Trommel dagegen klingt hell und markant vor
allem durch die Schnarrsaiten, die über das untere Fell gespannt sind und beim
Schlagen mitschwingen. Dann gibt es noch die Rahmentrommel sowie das mit
Schellen besetzte Tambourin. Sie sind nur einseitig mit Fell bespannt und werden
mit der Hand geschlagen. |
| Die PAUKE gehört auch zur Familie der Trommeln und hat ebenfalls nur ein
Fell. Dies kann unterschiedlich gespannt werden und somit in verschiedenen Tonhöhen
klingen. Charakteristisch ist auch ihr kesselähnlicher Korpus. Die Pauke
wird entweder paarig eingesetzt oder im Dreier- und Vierersatz. Ihr Klang ist
von eleganter Festlichkeit und majestätischer Würde. Seit dem 20. Jhdt. Wurde
sogar Sololiteraturfür sie geschrieben.
Instrumente wie Becken, Gong und Cow-Bell gehören nicht zur Gattung der
Trommeln, werden aber in der Schlagzeugkombination z.B. beim sogenannten |
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| DRUM-SET mit eingesetzt - dem wohl populärsten Schlagwerk, das insbesondere in
der Jazz-, Rock- und Pop-Musik Verwendung findet. Die Grundausstattung besteht
aus der Bassdrum (gr. Trommel), die mit einem Pedal mittels rechtem Fuß
geschlagen wird, der Snaredrum (kl. Trommel), dem Cymbal (Becken), der Hi-Hat
(Beckenmaschine), die durch Einsatz des linken Fußes per Fußhebel bedient
wird, und schließlich den verschieden großen Tom-Tom's. Das Drum-Set kann
beliebig erweitert werden.
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| Der Begriff MALLET-INSTRUMENTE basiert auf deren Anschlagwerkzeug, den
Schlegeln (engl. Mallet) und umfaßt Instrumente mit Klangstäben. Durch den
Komponisten Carl Orff gewannen sie besondere Bedeutung in der Musikerziehung.
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Xylophon und Marimbaphon sind sich sehr ähnlich, obwohl nicht gleichen
Ursprungs. Beide haben hölzerne Stäbe, die in ein bzw. zwei Reihen klaviaturmäßig
angeordnet sind. Beim Marimbaphon sind zusätzliche klangverstärkende Resonanzröhren
untergehängt, die den weichen, tragenden Klang hervorrufen. Das Glockenspiel
existiert seit dem 9. Jhdt., es wurde von Mönchen gebaut.
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| Die heutigen Stahlstäbe
waren zu dieser Zeit noch Glöckchen. Die Klangstäbe des Vibraphons bestehen
aus Aluminium. Die Tonschwingungen werden zusätzlich durch einen Elektromotor
beeinflußt. Er versetzt kleine Metallscheiben in den Resonanzröhren in
Drehung, wodurch die typische Vibration entsteht. Das
"Indianer-Geheul" funktioniert ähnlich.
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| Die PERCUSSION oder Folkloreinstrumente sind eine starke Bereicherung der
Schlaginstrumente. Ihre Heimat haben sie in Afrika und Südamerika. Die Felle
der brasilianischen Congas sind vom Schwein, Kalb, Hirsch oder aus Plastik.
Meist verwendet man 2 oder 3 verschieden große Instrumente. |
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Die Bongos sind
Zwillingstrommeln unterschiedlicher Größe. Sie werden, wie die Congas, mit der
Hand gespielt. Der mexikanische Guiro (Gurke) hat auf der Oberfläche
verschiedene Einkerbungen. Wenn man mit einem dünnen Stab darüber streicht,
ertönt sein ratschendes Geräusch. |
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| Der Klang der Maracas (Rasseln) hängt von
ihrer Füllung ab: Kieselsteine, Granulat, Erbsen, Schrot, Samenkörner, ganz
nach Belieben. Auch die spanischen Kastagnetten gehören in diesen Bereich der
Folklore-Instrumente. |
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© 2008 Musikschule Seevetal e.V., Michael Raenger -
Schulleitung |