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Gesang
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| Unterrichtsform:
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Dauer:
wöchentlich 30, 45 oder 60 Minuten
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Unterrichtsorte:
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| Ergänzungsangebote:
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Singen macht Spaß, egal ob im Sologesang, mit instrumentaler Begleitung
oder in der Gruppe (Chor). Doch wer weiß schon, was sich dabei alles im Körper
abspielt?
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Wenn wir singen wollen, benutzen wir die des Kehlkopfes als Schwingkörper.
Wer einen Grashalm zwischen die Daumen klemmt und hindurch bläst, hat schon
kennengelernt, wie das funktioniert. Je nachdem, ob man die Daumen lockerer oder
fester um den Grashalm legt, muss man sehr kräftig oder weniger stark blasen. Man
muss eben einfach das rechte Maß |
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| zwischen Daumenspannung bzw. Spannung des Grashalmes und Blasstärke
finden! In dem Augenblick, wo die Stimmlippen in Schwingung versetzt sind,
entsteht die Stimme. Aber noch klingt es nicht. Dazu benötigen wir noch
unsere "Klang-Schmiede" im Rachenraum. Gaumen, Mund, Zunge und
Lippen stellen sich (fast) automatisch auf den von uns gewünschten Klang
ein und sortieren die dafür erforderlichen Schwingungen. Von hier aus
geht es ab ins Knochengerüst (Kopf, Schultern, Wirbelsäule, Brustkorb
...). Auch die Atmung stellt
sich auf den gewünschten Ton ein, ein Wunderwerk der Natur. Für die
gesunde und stabile Balance sorgt der/die Stimmbildner/in und Gesangslehrer/in
ebenso wie für die Reparatur bei ,,Betriebsstörungen". Dabei kann jeder
singen, ob hoch oder tief, ist nur eine Frage der Beschaffenheit seiner
Stimmlippen.
Ein großes Ziel der Stimmbildung ist zunächst einmal das
"Freilegen" der eigenen stimmlichen Möglichkeiten.
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| Die Muskulatur
kann leider durch falsche Gewohnheiten und/oder durch die vielen angrenzenden
Hilfsmuskeln (Kau-, Schluck-, Gesichtsmuskel) gestört sein, so dass sich die
Stimme im Verlauf der Ausbildung erstaunlich nach Höhe oder Tiefe entwickeln
kann. Die Gesangslehrkraft wird sich hüten, eine Stimme zu früh auf eine
bestimmte Stimmgattung festzulegen. Entscheidende Faktoren sind ebenso die Körperhaltung
und die Atemfunktion, die großen Einfluss auf
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| Tonqualität und Intonation
haben. Fast von allein gewinnt die Stimme an Umfang, Volumen und
Geläufigkeit. Auf dieser Basis wird nun die musikalische Arbeit, die
Interpretation möglich. Ständig wachsen, wie bei jedem anderen Instrument
auch, die Möglichkeiten.
Eine ernsthafte gesangliche Ausbildung sollte jedoch erst nach
abgeschlossenem Stimmbruch einsetzen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass der
Kehlkopf nicht gleichmäßig wächst. Bei Jungen ist es ganz deutlich zu hören.
Die Stimme wird deutlich tiefer. Die "Kikser" verschwinden nach dieser
Zeit der Umstellung.
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| Auch bei den Mädchen gibt es diese Zeit des
Kehlkopfwachstums (Mutation). Jedoch verändert sich die Stimme nicht so stark,
was allerdings ein sehr behutsames Arbeiten mit der heranreifenden Stimme
erfordert. Auch bei Mädchen ist es daher besser, mit einer ernsthaften
Gesangsausbildung nicht vor dem 14.Lebensjahr zu beginnen. Unbekümmertes Singen
nach Lust und Laune stellt allerdings kein Problem dar! So macht das Singen im
Chor einfach Freude.
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| Es macht Spaß, mit anderen zusammen Lieder einzuüben,
sie bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten zur Aufführung zu bringen und
dabei auch gleich die Möglichkeit zu einer Stimmbildung im vergnüglichen
Rahmen wahrzunehmen.
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© 2006 Musikschule Seevetal e.V., Michael Raenger -
Schulleitung |